Silke

Es ist mein erster Malkurs. Und endlich, das ersehnte Treffen mit meiner Cousine Astrid in Italien.
Beim gemütlichen Abendbrot quatschen wir lange über unsere Familien.
Am Sonntagvormittag dann die Anleitung im Atelier: Auf 4 Leinwänden tragen wir 4 Teilnehmer/innen nacheinander auf jede Fläche Acrylfarbe auf. Solange, bis die gesamte Fläche abstrakt bunt bemalt ist.
Am Nachmittag erhält jeder ein Bild. Ich beginne damit, alle Farben, die mir nicht gefallen, nach meinen Farbvorstellungen in altrosa und grünlichen Tönen umzugestalten. Das Bild wird ruhig Ich muss bunte Akzente setzten. Gar nicht so einfach.
Nach einer guten Stunde kommt Astrid und gibt uns professionelle Tipps zum Gelingen der Bilder. Für mich die Anregung, wie ich mit Farbnuancen Lebendigkeit ins Bild bringen kann. Ok...
So beschäftigen wir uns auch am Montag unter der aufmunternden Zuwendung von Astrid, wie das Bild durch die Farbgebung Licht bekommt oder in den Schatten tritt. Etwas schwerfällig, aber mit wachsender Begeisterung entdecke ich meine Möglichkeiten.

Am Dienstag eine neue Aufgabe mit Acryl und Ölkreide freies ausprobieren, einfach so und gegenstandslos. Das fiel mir schwer. Es ist ein Phantasiebild geworden, a‘la "Alice im Wunderland". Für die nächsten Tage haben wir noch einmal die Gelegenheit, mit verschiedenen Techniken ein großes abstraktes Acrylbild zu gestalten. Durch die nun gesammelten Erfahrungen mische ich mit Hingabe Farben und trage sie auf. In den anberaumten Besprechungen gibt uns Astrid entscheidende Hinweise, wie ein Bild gelingen kann. Bei der abschließenden Besprechung hat sie mich gelobt. Wow! Das soll was heißen!
Am letzten Tag werden meine Bilder vom Keilrahmen abgespannt und fachmännisch reisefähig für den Heimflug verpackt. Ich zeichne in der Sonne mit Ölkreide noch mein letztes Landschaftsbild zu Ende und habe entspannt Zeit, alles für meine Abreise zu packen.

Liebe Astrid, es ist schon etwas Besonderes, eine Woche bei Dir in der Casa Pittura, umgeben von deinen Tieren und in der herrlichen Landschaft zu leben und zu malen! Täglich gestärkt mit deinen kreativen, vegetarischen Mahlzeiten habe ich mich gerne von deiner positiven Ausstrahlung und der Malkunst einfangen lassen.
Nach den Mahlzeiten blieb immer Zeit, mit allen Teilnehmenden Ansichten und Ideen auszutauschen. Gerne saß ich Strümpfe strickend auf dem Küchensofa und hielt dich mit unseren Familiengeschichten von der Arbeit ab.
Überhaupt fand ich den Tagesrhythmus von Anforderung (beim malen) und Entspannung (Mittagspause, Rückzug oder freies Ölkreide-Bildchen-malen im Garten) sehr gut. Ich wünsche Dir noch viele, viele schöne Malkurse in Deiner Casa Pittura!

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Beat